In die weite Welt hinein
– Reisen in der Kinder- und Jugendliteratur


Die Literatur erzählt immer wieder vom Reisen: Von Aufbrüchen in unbekannte Gegenden und Abenteuer, von den Herausforderungen eines Lebens in der Fremde, von neuen Erfahrungen, von der Einsamkeit und der Sehnsucht nach der Heimat, von erzwungenen Reisen, von fiktiven und von erträumten, von Lebensreisen und kurzen Ausflügen nach Nebenan. Die Reise ist ein Hauptthema der Literatur. Und das Reisemotiv ist in der Kinder- und Jugendliteratur, die nicht zuletzt von AnfängerInnen auf ihrer Lebensreise erzählt, ein zentrales.

Dieser Band versammelt Vorträge, die im Rahmen der 40. Tagung des Instituts für Jugendliteratur im Sommer 2006 in Hall/Tirol gehalten wurden.


Reisen in der Kinder- und Jugendliteratur

Hrsg. vom Institut für Jugendliteratur
Wien 2007 | 96 S. | tw. vierfarbig | gratis (Sie zahlen nur Porto)
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Die Tagung kann damit in Form einer Lesereise nachvollzogen werden: Beginnend beim Eröffnungsvortrag von Daniela Strigl, die den Aufbruch thematisiert, die den Stoff, das Gefühl, den Grund sucht, der Menschen dazu verlockt, zu reisen.
Danach folgen Zwischenstationen in sehr unterschiedlichen Regionen: Wolfgang Biesterfeld unternimmt eine tour de force durch klassische Texte und Themen, um sich dann auf die Erzählungen über vier Reisende zu konzentrieren.
Christine Knödler spricht über eine Reise-Literatur, die es eigentlich nicht geben kann, weil den beschriebenen Reisen das fehlt, was zu jeder Reise grundsätzlich dazugehört: ein Zurück.
Silke Rabus führt in ihrem Beitrag Landkarten von manchmal auch imaginären Ländern vor Augen.
Es folgen Auseinandersetzungen mit literarischen Reisen von HeldInnen unterschiedlichen Alters:
Christina Rademacher erzählt über Bücher, in denen die Kinder noch mit ihren Eltern in die Ferien fahren;
Franz Lettner hat Bücher gelesen, in denen Jugendliche (von den Eltern) weg und sich reisend selbst finden wollen.
Heidi Lexe schließlich untersucht das Phänomen Urlaubsliebe: Ursachen, Symptome, Heilungschancen.
Den Abschluss macht Caroline Roeder. Ihre Tagungsteilnahme und ihr Referat über phantastische Reisen musste sie kurzfristig absagen, hier reicht sie einen Vortrag nach über Kinderbücher, die (auch) als eine Art Reisebericht der AutorInnen in ihre Kindheit gelesen werden können.
Dazwischen zwei Beiträge, die schon in "1000 und 1 Buch" abgedruckt waren: Ein Gespräch, das Karin Haller mit dem Künstler Willy Puchner führte, und eine Ansichtskarte, die Stefanie Harjes an die Redaktion geschickt hat.

 
 


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