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Nadia Buddes neues Buch ist eine Reise in die
Vergangenheit. Wenn die Ostberlinerin einen Blick auf ihre Kindheit wirft,
vermag sie die LeserInnen auf eine humorvolle, manchmal auch sentimentale
Art, indirekt aufzufordern, Bilder ihrer eigenen Lebensgeschichten und
die vergangenen Zeiten wiederkehren zu lassen. Ist die Kindheit einmal
vorbei, bleibt eines: Erinnerung. Es ist die Zeit der rotzigen Nasen,
aufgeschlagenen Knie, Tränen, staunenden Augen, Großmütter
in Arbeitskitteln und kettenrauchenden Großväter mit drei Haaren.
Zweifellos autobiografisch erweckt Budde Details aus ihrer Kindheit im
„Großeltern-Land“ zum Leben und verspinnt diese Details
zu unterhaltsamen Episoden über Träume, Ängste, Wünsche
und Wunder eines jungen Daseins. Sie verliert sich im Duft des selbstgemachten
Eierlikörs, trotzt dem Anblick vieler toter und lebendiger Tiere
mit kindlicher Leichtigkeit und portraitiert zärtlich die achselbehaarten
Feldfrauen, die gerne bei einem feuchtfröhlichen Fest auch mal den
Büstenhalter blitzen lassen. |
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Such dir was aus, aber beeil dich! Frankfurt: Fischer 2009 |
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