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Buch des Monats Jänner 2007
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Damit wird Erstaunliches in diesem Buch geleistet – und das, obwohl es einem eigentlich sehr schlichten Konzept folgt: Es erzählt unspektakulär die Geschichte eines chinesischen Mädchen, das von ihrem Großvater träumt, diesem „Ruf“ folgt und über die Berge zu dem alten Mann wandert. In großflächigen Bildtafeln wird Liu, so der Name des Mädchens, hineingestellt in eine fast vorzeitlich wirkende Naturlandschaft, in der ihr unterschiedliche Figuren den Weg weisen oder helfend zur Seite stehen. Die klaren Konturen von Linolschnitten werden dabei mit den weichen Mustern der unterschiedlichen Papiere kontrastiert, auf die sie gedruckt sind. Schon in den Illustrationen selbst ist man also an den weichen und doch scharf konturierenden Pinselstrich eines Kalligraphen erinnert. Und um chinesische Kalligraphie geht es schließlich in dem Bilderbuch – respektive um die dahinter liegende Bildhaftigkeit der Schriftzeichen. In den kurz gehaltenen Textpassagen werden einzelne Wörter (Subjektive ebenso wie Verben) fett gedruckt, im Weißbereich der Doppelseiten noch einmal wiederholt und in eine Folge aus drei Bildzeichen umgewandelt: Eine bildliche Darstellung wird in einem ersten Schritt abstrahiert und in einem weiteren Schritt zum chinesichen Schriftzeichen – gestaltet vom im Paris lebenden und unterrichtenden Maler und Kalligraphen Feng Xiao Min. Die Tatsache, dass die Bildzeichen in dieser künstlerischen Form belassen und weder weiter ausgedeutet noch sachlich erläutert werden, unterstreicht den kreativen Charakter des Buches – der durch Spielimpulse am Ende und am bereits angesprochenen Plakat weiterentwickelt wird. Heidi Lexe für "1000 und 1 Buch" |
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NordSüd 2006 |
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