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Buch des Monats März 2006 |
Und trotzdem ist es ein Buch über das Glück geworden. Der neunjährige Thomas lebt im Holland der 50er Jahre, in dem der Krieg noch in den Köpfen der Menschen und in allen Ecken hängt. Das ist keine schöne Zeit, vor allem nicht, wenn der Vater streng religiös ist und schlägt. Wenn die Mutter so traurig sein muss, dass die Engel im Himmel weinen, und die Schwester nur blöd wie Kartoffeln ist. Aber Thomas sieht Dinge, die andere nicht sehen. Er sieht tropische Fische in den Grachten, sieht die Schönheit im falschen Bein von Elisa, sieht die Hexe in der Nachbarin Frau Amersfoort. Er redet mit dem Herrn Jesus, den er einfach Jesus nennen darf, und der auftaucht, nachdem der Vater Gott aus Thomas geprügelt hat. In Thomas' Welt gibt es Wunder, die die Plagen Ägyptens in einem Aquarium entstehen lassen, die Elisa lächeln und aus der Schwester plötzlich eine Heldin machen. Und so erfährt Thomas, wie man wirklich glücklich wird. Dass das alles mit Mut zu tun hat, dass es aber auch ein Menge Hilfe von außen und Musik und Hexen und kleine Wunder braucht. "Das Buch von allen Dingen" von Guus Kuijer ist selbst so ein kleines Wunder, weil es einen verschluckt in eine strenge graue Welt, die traurig ist, aber nicht ohne Hoffnung. Ein Buch, das einen weinen lässt und lachen, das respektlos ist, aber voller Poesie. Das einen irgendwann entlässt mit dem Gefühl, dass es geht, das mit dem Glücklichwerden. Denn Thomas hat es ja auch geschafft. Tamara Bach für "1000 und 1 Buch" |
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Aus dem Niederländischen Oetinger 2006 |
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