Buch des Monats der AG Kinder- und Jugendliteratur

1905 erschienen erstmals Christian Morgensterns „Galgenlieder“, darin auch das ebenso berühmte wie große Lalula. Gewidmet hat Morgenstern diesen „modulationsfähigen Keim“ einer „excösen Weltauffasseraumwortkindundkunstanschauung“ – wie alle seine Galgenlieder – „dem Kind im Manne“. Von dieser Widmung nun dürfte sich der Illustrator Norman Junge angesprochen gefühlt haben, was nicht weiter verwundert. Schließlich hat er mit seinen bisherigen Werken schon zweierlei bewiesen: dass er erstens Manns genug ist, um wunderbare Sprechgedichte – sei es von Morgenstern („Der Schnupfen“) oder Ernst Jandl („fünfter sein“, „ottos mops“) – auf der Bilderbuchbühne in Szene zu setzen, und dass er zweitens Kind(skopf) und "Zaubertrottel" genug ist, um dies mit viel Humor und Fantasie zu tun.

Und jetzt also „Das große Lalula“. Junges neuester Geniestreich ist so was von malzipempu, dass wir ganz bifzi bafzi sind. Und deshalb nur noch ein Hinweis auf eine Ausstellung im kommenden Jahr in Duisburg, in der viele phantastische Skulpturen von Norman Junge zu sehen sein werden, wovon ihnen einige dann schon aus diesem Bilderbuch bekannt vorkommen werden.

Wilhelm Lehmbruck Kinder Museum

Und noch was: Im Kinderfernsehen des WDR erscheint bald der Film zum Buch unter Regie von K. F. Baumgärtel.


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Christian Morgenstern / Norman Junge (Ill.):
Das große Lalula


Aufbau 2004
ISBN 3-351-04056-3
34 Seiten
Eur-D 15,00 | Eur-A 15,50 | SFr 27,40

Aufbau Verlag

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