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Buch des Monats November 2004
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Buch des Monats der AG Kinder- und Jugendliteratur
Er ist jemand, der von sich behauptet, alles zu wissen: „Alles auf allen Welten und alle Antworten auf alle Fragen.“ Und so versucht Zackarina sich „eine richtig schwere Frage“ auszudenken. Doch dann purzelt doch das Naheliegendste aus ihr heraus: „Warum muss Papa Zeitung lesen?“ Von diesem Moment an beginnt der Sandwolf in Zackarinas Leben einzugreifen und setzt damit eine markante Motiv-Traditionen der Kinderliteratur fort: Phantastische Freunde haben – egal ob als Zwerg im Kopf oder als spiegelbildliche Verdoppelung – die Eigenart, im Leben ihrer ihren kindlichen Bezugsfiguren einfach aufzutauchen und sich kräftig einzumischen.
Der Strandwolf verkörpert eine beinahe philosophische Variante dieser phantastischen Freunde, der Ernst und Unernst auf unnachahmliche Weise durcheinander zu wirbeln bereit ist. Und obwohl er „alle Antworten auf alle Fragen“ zu wissen vorgibt, heißt das noch lange nicht, dass er Zackarina diese Antworten auch gibt. Vielmehr taucht er auf und ab und hinterlässt Denk-Spuren, denen Zackarina selbständig folgen muss. „Was war ich, bevor ich ich wurde?“ überlegt Zackarina, doch der Sandwolf meint lapidar: „Das wirst du wohl selbst wissen! Das ist doch deine Geschichte.“
In kurzen, nach dem Prinzip der Einfachheit gestalteten Episoden wird der Strandwolf zu Zackarinas einfallsreichem Spielgefährten und lenkt wie nebenbei ihre Fähigkeit, Lösungen für Alltagsunsicherheiten zu finden. Philip Waechters Schwarzweißzeichnungen kommt es dabei zu, der Leichtigkeit des Erzähltons das entsprechende Gesicht zu geben.
Heidi Lexe für "1000 und 1 Buch"
Buch des Monats - Archiv
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