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Buch des Monats Februar 2004
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Buch des Monats der AG Kinder- und Jugendliteratur
Herbie Brennan hat Respekt vor der Elfenwelt. Er steht ihr vielleicht staunend, aber keinesfalls unterwürfig gegenüber. Deshalb stattet er sie üppig mit realistischen Elementen aus - und die machen sich auch in der phantastischen Welt gut. In Brennans Zauberreich ist nicht alles perfekt, den guten wie den bösen Wesen geht so mancher Zauber in de Hosen. Dieses gesunde Verhältnis zu den übersinnlichen Wesen ermöglicht ihm auch einen Zugang, den kaum ein anderer Fantasy-Autor pflegt.
In Elfenquatsch - einem All-Age-Buch - macht er in bester Monty-Pythons-Manier erstklassigen Nonsens. Der kleine Elf Nur Grecht jagt versehentlich seine Hütte in die Luft und löst dadurch eine absurde Kettenreaktion aus, mit der er die böse Witwe Buhiss um ihre Aktien bringt. Das ist erst der Anfang der Geschichte, an deren Ende Nur Grecht einige Abenteuer erlebt und die von der Witwe Buhiss entführte britische Königin aus Gefangenschaft befreit hat.
Brennan vermischt in "Elfenquatsch" die beiden Welten ohne die sonst üblichen Übertrittsrituale und lässt seine Helden in vielen slapstickartigen Situationen aufeinander prallen. Da sind die Bösen trottelig gemein, die Guten trottelig einfältig und die britische Königin - wie Aristokraten eben sind - so trottelig weltfremd wie die Ameisenkönigin.
Dazu erfindet Brennan nur schwer zu übersetzende Wortspiele. Im Original etwa heißt der Titelheld Fairy Nuff. Das ist gleichzeitig die Verballhornung von "fair enough" und der Hinweis auf die Elfenwelt. Vom "Irish Independent" nicht zu Unrecht als rundweg zum Totlachen und als Glücksfall für Kinder und Eltern bewertet, wird "Elfenquatsch" bei uns vor allem die Liebhaber des britischen Humors erfreuen.
Manfred Schiefer für "1000 und 1 Buch"
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