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"Im Jahre des Herrn 1639 kenterte ein portugiesischer Vollmaster vor der Küste von Saint Christopher und ging mit Mann und Maus unter." So beginnt dieser knapp fünfhundert Seiten starke Roman, der zu Recht als großartige Hommage an Abenteuer-Schriftsteller wie Mark Twain, Daniel Defoe, Robert Louis Stevenson oder Jack London bezeichnet wurde. "Prinz Faisals Ring" ist die Geschichte einer Odyssee, die einen Jungen - getrieben von Ehrgeiz und Sehnsucht - in die Welt der Seefahrer, der armseligen Häfen und verruchten Kneipen führt, auf Zuckerrohrplantagen voller Sklaven, in die Hände eines großen Piraten oder in die Nähe von Kannibalen und Inquisitoren. Dass dieser Junge im Lauf der Geschichte nicht nur des öfteren dem Tod näher ist als dem Leben, sondern wächst und erwachsen wird, ist naheliegend. Die Meisterschaft des dänischen Autors, der 2002 für den Hans-Christian-Andersen-Preis nominiert wurde, besteht wohl darin, verschiedenen Erzähltraditionen - die des historischen Romans, des Bildungs- und Entwicklungsromans, des Schelmenromans und des Abenteuerromans mit all seinen verschiedenen Ausprägungen - so souverän und lustvoll zu einem Ganzen verwoben zu haben, dass daraus Unterhaltungsliteratur höchster Qualität entstanden ist (nicht vergessen werden soll, dass für die deutsche Fassung die Übersetzerin Gabriele Haefs wesentlich mitverantwortlich ist). "Prinz Faisals Ring" ist starkes, an exotischen Gewürzen reiches Lesefutter - für junge wie für jene erwachsenen LeserInnen, die noch wissen, was Sehnsucht ist. Franz Lettner für "1000 und 1 Buch" |
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Aus dem Dänischen von Gabriele Haefs Sauerländer 2003 |
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