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Bald schon wird Gerson aus dem Krankenhaus entlassen. Zu bald. Denn zuhause - Buche, Zeder im Garten, braune Regentonne - das gibt es nicht mehr. So wird das Erzählen zum Abzählen, zum Festhalten der begrenzten Zeit. Die Entlassung bestätigt unwiderruflich das Urteil, dass keine Heilung mehr möglich und alle Illusionen vergeblich sind. Gerson versinkt hinter einer Wand aus Schmerz und kränkender Erinnerung. Die Geschichte endet hinterm Haus am See. "Ich werde nichts. Ich gehe nicht mehr von hier weg," sagt Gerson. Gerbrand Bakker gelingt ein stilles und beklemmendes Porträt einer Zerstörung. Zurückhaltend nüchtern, manchmal fast dokumentarisch erzählt "Birnbäume blühen weiß" die Geschichte eines Unfalls. Dass Bakker dabei auch den kleinsten Nebenfiguren eindringliche Tiefe und Präsenz verleihen kann, zeigt, dass er sein Handwerk versteht. Immerhin lässt er uns so nicht nur mit der Ratlosigkeit seiner Figuren zurück, sondern er zeichnet zwischen den Zeilen die oft hilflosen, unzulänglichen, unsäglich gut gemeinten und vielleicht einfach doch nur liebevollen Versuche, einander zu erreichen und festzuhalten. Klaus Gasperi |
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Patmos 2001 |
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