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Jeffrey Lionel Magee - ein Held, ein Maniac, ein Mythos. Nach dem Tod seiner Eltern und acht Jahren bei ihm verhassten Verwandten läuft er los, um ein neues Heim und eine neue Heimat zu suchen. Finden will er beides ausgerechnet in Two Mills, einer geteilten Stadt, in der Schwarze und Weiße klar voneinander getrennt in East End und West End leben. Doch unser naiver Held teilt die Menschen nicht nach "Rassen" oder angeblichen Hautfarben. Wie ein Tornado wirbelt er schon zu Beginn durch die Stadt, macht sich rasch überall Feinde und wird letztlich doch zum guten Geist von Two Mills, der die engen Grenzen zwischen den Stadtteilen und ihren Bewohnern aufzuheben vermag. Nach der bereits viel versprechenden "Taubenjagd" (Dressler 1998) macht Spinellis neues Jugendbuch nun vollauf glücklich. So wie Maniac Magee - eine Art jugendlicher Forrest Gump - unbeirrbar durch die ersten 30 Seiten des Buches hetzt und einfach drauflos läuft, lässt auch Spinelli die Geschichte mit Atem beraubendem Tempo, überraschenden Einfällen und neuen Wendungen anlaufen. Dabei plündert er zahlreiche Genres, spielt mit verschiedensten Sprach- und Stilmitteln und reflektiert innerhalb der Geschichte stets auch die Bedingungen seines Erzählens und die Entstehung von Kinder-Mythen und Heldengeschichten. Und all dies hat Andreas Steinhöfel - von ein paar sprachlichen Fouls in puncto Baseballregeln einmal abgesehen - gekonnt ins Deutsche gebracht. Ausnahmsweise mit einem Foul in puncto Kritikerjargon gesagt: Ein großer literarischer Wurf! Klaus Nowak |
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Dressler 2000 |
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