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Buch des Monats April 2008
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Die dreizehnjährige Lakshimi lebt mit Mutter,
Bruder und dem spielsüchtigen Stiefvater in einem kleinen Dorf in
Nepal. Das Geld ist Patricia McCormick gelingt hier ein Kunstgriff. Obwohl die Autorin die Verhältnisse minderjähriger Prostituierter in Indien lange untersucht hat, schreibt sie keine Dokumentation. Indem sie Lakshimi eine eigene Sprache gibt, stellt sie ihre Geschichte zwar schonungslos, dennoch hochsensibel dar (großes Lob auch an die Übersetzungsarbeit von Alexandra Ernst). Mit eingeschränktem Erfahrungshorizont und ebensolchem Vokabular versucht die Protagonistin zu beschreiben und zu begreifen, was da mit ihr und in ihrer Umgebung geschieht, sich zurechtzufinden und nicht die Hoffnung zu verlieren. Diesen Blick naiv zu nennen wäre eine Beleidigung, denn Lakshimi sieht durchaus, was um sie herum geschieht. Der Gegensatz dieser poetischen Sprache, die dem kleinen Kosmos ihrer einstigen Heimat entspringt, und der mit ihr beschriebenen bösen neuen Welt ergibt ein Spannungverhältnis, das in reiner dokumentarischer Form nie denselben Effekt beim Leser erreichen könnte, ihn nämlich so zu berühren, wie dieses Buch es tut.. Tamara Bach für "1000 und 1 Buch"
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